Feuerschiff Fehmarnbelt


 

Feuerschiff Fehmarnbelt


 

Das Feuerschiff Fehmarnbelt am Liegeplatz in Lübeck, Hansekai (Gegenüber den Media Docks). Hier liegt das Schiff in den Monaten September bis April.
Das Feuerschiff wurde von 1906 bis 1908 auf der Werft G.H. Thyen in Brake gebaut.

 

Die Schiffslänge beträgt 45,44 m, die Breite 7,18 m und die Seitenhöhe 4,70 m.

 

Vermessung: 343,03 BRT - 88,96 NRT

 

Das Rufzeichen lautet: D B B D

 

Das Feuerschiff Fehmarnbelt hatte eine Besatzungsstärke von 14, später 11 Mann.

Der Wachwechsel der Besatzung war alle 14 Tage.

 


 

Auf große Fahrt

 

Während der Sommermonate (April/Mai bis September/Oktober) geht die "FEHMARNBELT" auf Reisen, um nach gründlicher Überholung in der Winterzeit ihre Anlagen unter Seebedingungen arbeiten zu lassen.

 

Besonderes Augenmerk wird dabei nicht zuletzt dem über achtzig (80) Jahre alten Deutz-Hauptmotor zuteil, der aber seine Robustheit und Zuverlässigkeit jedes Jahr erneut unter Beweis stellt.

 

Wenn das Schiff seinen Liegeplatz verlässt, können in der Regel Mitglieder und Gäste mitfahren. Lediglich in Ausnahmefällen kann diese Möglichkeit eingeschränkt werden.

 

Zur Übersicht der geplanten Reisen klicken Sie bitte hier auf >> Termine << um weitere aktuelle Informationen zu unseren Reisen zu erhalten.

Interessenten können unter der Rufnummer 0151 - 560 760 68 oder der Postanschrift Informationen anfordern.

 


 

Der Maschinenraum


Der Motor wurde 1929 als einer von 77 Schiffsmotoren gebaut, 1930 von Deutz ausgeliefert und im gleichen Jahr noch in das Schiff eingebaut. Bei der Abnahmefahrt am 16./17.1.1931 wurde laut Protokoll bei 1/1-Last ein Brennstoffverbrauch von 175 g / PS / h (5% Toleranz) festgestellt.

Der Motor ist heute noch im Originalzustand in Betrieb und versieht zuverlässig seinen Dienst.

 

Das Leuchtfeuer


Das Leuchtfeuer der "Fehmarnbelt" besteht aus einer 4-feldrigen Scheinwerferoptik, die auf einem Drehtisch montiert ist. Als Lichtquelle dient eine 1000 Watt / 110 Volt Gleichstromlampe, mit einem E 40 Sockel. Die Leuchte hat Ihren Fokus in einer Höhe von 12 m über dem Wasser.

Der Turm wurde im Jahre 1956 montiert und 1966 drehte man ihn aus Stabilitätsgründen um 180 Grad, so dass er genau mittschiffs steht. Die Kennung des Feuers war: Blitz 4 s, das heißt mit einer Wiederkehr von 4 Sekunden erfolgt eine Lichterscheinung von einem weißen Blitz.

Die Optik ist auch heutzutage noch voll funktionsfähig, es wurde nur die Lichtquelle gegen eine schwächere ausgetauscht. Außerdem wurde der Fokus verstellt, um eine Blendwirkung zu vermeiden und die Tragweite zu reduzieren.



 

Das Funkfeuer


Seit 1954 war an Bord vom Feuerschiff Fehmarnbelt ein Funkfeuer installiert. Neben den optischen Anlagen war somit auch die Einpeilung des Schiffes möglich, wenn keine Sicht (z. B. Nebel) gegeben war. Als Kennung des Funkfeuers dienten die Buchstaben "F" und "E" des internationalen Morsealphabets, die automatisch rund um die Uhr ausgesendet wurden.

Nach der Außerdienststellung des Schiffes 1984 wurde die GFK-Antenne vom Achtermast demontiert und an Land gegeben. Zwanzig Jahre später, im Jahre 2004, konnte die Antenne wieder ihren "alten Platz" im Topp des Mastes einnehmen.

Dank des Wasser- und Schifffahrtamtes Lübeck in Holtenau wurde diese Rückführung ermöglicht.

2008 konnten die Funkfeuerschränke wieder betriebsbereit hergestellt werden.
Das Signal wird aber nicht ausgesendet.

 

Besichtigung


Das Feuerschiff kann von Gruppen oder Einzelpersonen besichtigt werden.
Gruppen melden sich bitte vorher unter der Rufnummer 0151 - 560 760 68 an.

Für Einzelpersonen besteht die Möglichkeit, das Schiff an jedem Mittwoch im Rahmen unseres wöchentlichen Mitgliedertreffs ab 17.00 Uhr zu besichtigen.

Die Besichtigung ist kostenfrei.

Der Verein 'Fehmarnbelt' Feuerschiff für Lübeck e. V. freut sich aber über eine Spende.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

Der Kapitänssalon vom Feuerschiff Fehmarnbelt
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